Der Salienz-Effekt in der PR … oder warum Sie nicht zu „dick“ auftragen sollten

Der Salienz-Effekt in der PR ... oder warum Sie nicht zu "dick" auftragen sollten

 

Schon mal was vom „Salienz-Effekt“ gehört?

Nein?

Salienz (= Auffälligkeit) bedeutet in der Psychologie, dass ein Reiz (z. B. ein Objekt oder eine Person) aus seinem Kontext hervorgehoben und dadurch dem Bewusstsein leichter zugänglich ist als ein nicht-salienter Reiz. (Definition laut Wikipedia)

Der „Salienz-Effekt“ sorgt dafür, dass ein herausstechendes Merkmal viel mehr Aufmerksamkeit erhält, als es eigentlich verdient hätte.

Wie wir wissen, fahren Menschen auf schrille News ab und vernachlässigen weniger saliente Informationen. Anders ausgedrückt: Ein iPhone erfährt mehr Hype als ein Hamburger.

Dem Salienz-Effekt fallen nicht nur Journalisten zum Opfer, sondern jedermann.

 

WAS WIR LERNEN SOLLTEN …

Auffällig ist nicht gleich wichtig.

Gerade in der PR.

Das Schlimme am „Salienz-Effekt“ ist, dass wir beim Lesen von Informationen solche salienten Informationen beim Prognostizieren oft überbewerten und übergewichten.

Wir messen dann diesen Informationen mehr Bedeutung zu als sie eigentlich verdient hätten.

 

FAZIT:

Saliente Informationen haben einen überproportionalen Einfluss auf unser Denken und Handeln.

Und versteckte, leise Faktoren hingegen nehmen wir zu wenig ernst.

 

LASSEN SIE SICH NICHT VON AUFFÄLLIGKEITEN BLENDEN!

 

Rat an alle Presseverantwortlichen:

„WÜRZEN“ SIE IHRE PRESSEMITTEILUNGEN NICHT MIT ÜBERTRIEBENEN, SALIENTEN INFORMATIONEN!

TRAGEN SIE NICHT ZU „DICK“ AUF!

BLEIBEN SIE AUF DEM TEPPICH!

 

(Weitere Anregungen im Buch „Die Kunst des klugen Handelns“ von Rolf Dobelli)

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